Steig, Gedanke – Träume in Büchern

 

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Was gibt es zu wissen über meine Freizeit und meine Hobbies? Ich mag Opern! Oder vor allem Operngesang, mit dem ich alle Menschen in meinem Umfeld quäle. Ich singe wahnsinnig gerne, aber wie mit allen Dingen, Instrumenten und Leidenschaften, die viel Übung brauchen, bis sie überhaupt einigermaßen gut klingen, und bis dahin eine Tendenz zum In den Wahnsinn Treiben haben, geht man dem ein oder anderen damit manchmal ganz schön gegen den Strich und auf die Nerven. An dieser Stelle möchte ich mich bei allen entschuldigen, die mittlerweile so schnell wie möglich das Weite suchen, wenn ich anfange einzelne Töne zu singen. Es ist zwar noch kein Meister vom Himmel gefallen, aber die Königin der Nacht ist doch etwas besonders ambitioniert; vor allem um zwei Uhr Nachts. Danke an meinen Wäschekeller, der so gut schallisoliert ist, dass man darin jemanden foltern könnte, und es würde niemand hören. Manchmal klingt es dort tatsächlich, als würde jemand gerädert oder gevierteilt werden. Und danke an meine Familie, die mich – obwohl ich höllisch nerve – trotzdem noch nicht versucht hat vom Singen abzubringen. Stattdessen bekomme ich von ihnen das Schönste, was zwei Hobbies vereinen kann: Bücher über mein Hobby!

Eine Biographie von Elina Garanča, die sehr einfach aber unterhaltsam geschrieben ist, ein wenig aus dem Nähkästchen der großen Opernstars plaudert und erklärt, warum ein Mezzosopran und ein Sopran nicht wirklich gegeneinander um Rollen kämpfen – möglicherweise, weil sie unterschiedliches Repertoire haben.

Eine fiktionale Geschichte über ein Opernhaus und eine Oper, die für die Eröffnungsfeier als nicht angebracht empfunden wird. Andrea Camilleri, den viele bestimmt durch seine Krimis kennen, kann auch richtig lustig schreiben. Ein bisschen abstrus von Zeit zu Zeit, aber das ist nichts Neues und tut der verdammt albernen und komisch-tragischen Erzählung keinen Abbruch. Außerdem lernt man ein Wenig über die Operngeschichte und die Geplänkel zwischen den Komponisten vergangener Zeiten.

Und zu Weihnachten habe ich von meinem Onkel einen alten Opernführer bekommen. Darin habe ich noch am selben Abend Nabucco gesucht und gefunden, was diese Saison an der Metropolitan Opera in New York mit Placido Domingo in der Rolle von König Nabucco aufgeführt wird. Also eine Gelegenheit um ins Kino zu gehen! Und dort ist auch der Anfang des vielleicht bekanntesten Stückes und des bekanntesten Opernchorliedes abgedruckt, den ich natürlich gleich vor mich hinsummte. Und mein Opa, den ich zuvor noch nie wirklich hatte Italienisch sprechen hören, stimmte den original italienischen Text an und sang es mir vor. Ich kann mich auch nicht erinnern ihn jemals singen gehört zu haben.

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So alles in allem sehr eindrückliche Weihnachten und etwas, was mich immer noch zum Lächeln bringt, wenn ich daran denke. Auf Italienisch heißt es übrigens “Va,Pensiero” und es lohnt sich auf Youtube mal reinzuhören. Opernchor macht Gänsehaut!

Also ein kleines bisschen willkürliche Info über die wunderbare Welt der Oper, über die es noch viele Bücher gibt, die es zu lesen gilt!


Witches walk devious paths!

Ein wonnewarmer winterkalter Januarmorgen – Liebster Award

Die liebe Dani von Einlesehorn hat mich für den Liebsten Award nominiert! Und ich fühle mich natürlich mehr als geehrt 🙂

Und da 2017 gerade erst begonnen hat, ist das ein sehr schöner Start, um ein neues Jahr einzuläuten.

Die Spielregeln lauten:

  1. Beantworte die 11 Fragen, die dir gestellt wurden.
  2. Verlinke die Person, die dich markiert hat.
  3. Nominiere weitere Blogs.
  4. Stelle diesen 11 neue Fragen.

 

Und Danis Fragen natürlich!

1. Welches war das erste Buch, das du selbst und ganz alleine gelesen hast?

Ich weiß es ehrlich gesagt nicht mehr. Ich glaube es war ein Erstleser-Buch mit Bildern im Text und es ging um Gespenster. Aber ich kann dafür nicht meine Socken verwetten.

2. Hat dir jemand als Kind abends eine Gute-Nacht-Geschichte vorgelesen? Und wenn ja, wer?

Ja! Obwohl ich glaube, dass ich es manchmal ganz stur nicht wollte und als ich lesen konnt lieber selber gelesen habe. Aber meine Eltern beide.

3. Zu welcher Uhrzeit liest du am liebsten?

Nachts und ganz früh am Morgen, bevor die Sonne überhaupt daran denkt aufzugehen.

4. Wo liegt das Buch, das du aktuell liest?

Auf meinem winzigen Nachttisch neben meinem Bett. Und es ist dieses hier:

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5. Welches Genre liest du am liebsten?

Ganz unterschiedlich, solange es gut geschrieben ist, bin ich nicht zu picky.

6. Von welchem Verlag besitzt du die meisten Bücher?

Ich glaube Penguin oder von Fischer, aber da ganz viele Verlage ja mittlerweile zusammengelegt wurden, bin ich mir nicht ganz sicher.

7. Hast du schonmal das Ende eines Buches gelesen, obwohl du erst am Anfang warst?

Nein, nur wenn es wirklich ein besonders langweiliges Buch war und ich wissen wollte, ob es sich lohnt bis zum Ende weiterzulesen. Ih glaube das kam aber erst zweimal vor.

8. Wie viele Bücher pro Monat liest du ungefähr?

Zur Unterhaltung durchschnittlich zwei bis drei, wenn ich mehr Zeit habe mehr und wenn ich alles für die Uni mit einrechne dann zwischen fünf und acht.

9. Wann hast du beschlossen: „Ich möchte bloggen!“?

Diesen Herbst erst 🙂

10. Welches Buch hat dich 2016 so richtig zum Lachen gebracht?

Tatsächlich ein Buch für die Uni. Es gab viel Unterhaltungsliteratur, die mich zum Schmunzeln gebracht hat, aber wenn man schon wissenschaftliche Sachen lesen muss und gar nicht mit etwas Amüsanten rechnet, dann lacht man mal eher. Es ist ein Buch zur Interpunktion – Satzzeichen und ihre Herkunft, Geschichte und Verwendung: Shady Characters – The secret Life of Punctuation, Symbols and other Typographical Marks.

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11. Was für Bücher wünscht du dir für 2017?

Gute, aufregende, neue Bücher. Ein bisschen was zum Träumen und Glücklich sein, zum Nachdenken und wütend Werden und zum lange wach Liegen und nicht Einschlafen können.

Meine Fragen lauten:

  1. Hast du noch Kinderbücher aus deiner Kindheit?
  2. Magst du Bücher lieber blumig geschrieben oder eher einen klaren Stil?
  3. Wieviele Bücher hast du zu Weihnachten bekommen?
  4. Möchtest du eines Tages einen kleine private Bücherei haben?
  5. Ikea-regale für Bücher: Ja oder Nein und weshalb?
  6. Was ist dein Wohlfühl Genre?
  7. Liest du lieber Blogposts für Buchrezensionen  oder Buchempfehlungen?
  8. Hast du schon einmal ein Buch so richtig zerpflückt?
  9. Wer schenkt dir die besten Bücher?
  10. Schreibst du auch Rezensionen für Zeitschriften/Online-Magazine oder würdest du das gerne machen?
  11. Was ist dein Lieblingswort bzw. ein Wort, das dich freut, wenn du es in einem Text findest?

 

Und ich tagge:

fiktive Welten

Lagoonadelmar

Sasapull

Ulrike Sokul

 

Jetzt seid ihr dran, Fragen sind da, Antworten fehlen 🙂

 


Witches walk devious paths.

Our Chemical Hearts

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Jugenbuch auf Englisch, damn fine

von Krystal Sutherland

UGH! So ein gutes Buch!

Our Chemical Hearts  ist ein fiktionales Jugendbuch, das wirklich Spaß gemacht hat. Und das, vorweg, ein sehr gutes Weihnachtsgeschenk sein könnte (auch für Nicht-so-viel-Leser).

Henry Page ist – klassisch in diesem Genre – nicht auf dem Gipfel auf der High School-Popularitäts-Skala zu Hause; und die Umschreibung ist hier nötig, einfach so.Er ist nerdig, geekig, rundum gut erzogen und hat mit dem zerstörerischen Ruf seiner Schwester zu kämpfen, die früher jugendliche Straftäterin und mittlerweile Mutter und hoch studiert ist. Seine besten Freunde wohnen fast schon bei ihm und er bei ihnen, und eigentlich scheint in ihrem letzten Schuljahr alles ganz gut zu laufen. Doch dann taucht der Erzfeind aller nerdigen, geekigen, guten Noten-Schreiber auf: Ein Mädchen. Henrys ganz persönliches Kryptonit heißt Grace Town und ist angebracht seltsam. Sie sieht heruntergekommen aus, läuft mit Stock und hat scheinbar keine Vergangenheit, die sie mit ihrem neuen Umfeld teilen möchte. Sie werden zusammen als neue Chefredakteure ihrer Schulzeitung bestimmt, zusammen in ein kleines Zimmer gezwängt und sollten sich während dieser Zeit eigentlich nicht unbedingt näher kommen (weil, hochreflektierte Jugendliche und was sind Hormone nochmal). Dass das nicht funktioniert, ist zu erahnen.

Wenn das Buch nicht so hochaktuell wäre (übrigens, am besten noch vor der Präsidentschaftswahl in den USA lesen) und sich selbst, das Internet und Jugendbücher mit hochreflektierten Jugendlichen nicht dauernd selbst auf die Schippe nehmen würde, dann hätte das Ganze auch furchtbar schief gehen können. Ist es aber nicht. Respekt und Fleißsternchen, wohlverdient. Es ist ein Jugendbuch und es erfüllt alle Wünsche, die man für es haben kann. Wer John Green ( ja, ich weiß, schon wieder) gerne gelesen hat, mit Catcher in the Rye von Salinger und Eleanor and Park von Rainbow Rowell etwas anfangen kann, der sollte dieses Buch – alleine schon wegen der Pop-culture-Referenzen – unbedingt lesen, sich zu Weihnachten wünschen und eventuell auf eine gute Übersetzung hoffen.

Der Hauptcharakter nimmt sich als Jugendlicher selbst nicht so ernst, aber die Story ist ein herrlicher Egoist, was die Tragweite jeder einzelnen, winzigen Handlung angeht. Und als einigermaßen geübter Jugendromanleser kommt man voll auf seine Kosten. Man wird es aber auch genießen können, wenn man sonst nicht so viel aus dem Genre liest oder nur wenig Ahnung von der Online-Kultur (e.g. Katzenvideos, Memes und den dunklen Seiten von tumblr) hat.

Was nicht gefallen könnte: Die Sprache ist erwachsen und sehr schlagfertig. Passend für einen Jugendroman, der von Jugendlichen gelesen wird. Es wirkt vielleicht nicht zwingend realistisch, aber erfüllt doch ein wenig die Hoffnungen und Träume von Unterhaltungen, die nicht nur aus grammatischen Desastern und schlechten Beleidigungen bestehen. Die Werte des Hauptcharakters, die zu Anfang deutlich hervorgehoben werden, gehen auf dem Weg durch die Story erstaunlich schnell verloren; das hat mich vor allem gestört, weil die demonstrierte Reflektiertheit und die Handlung deshalb nicht immer miteinander in Einklang zu bringen sind.

Ein paar orthographische Fehler, fehlende Wörter und einsame Anführungszeichen sind in der Verkaufsauflage hoffentlich ausgemerzt; zumindest hoffe ich, dass ich nur ein Leseexemplar habe, denn das wäre schon ein bisschen bitter.

Übrigens haben die Fische auf dem Cover tatsächlich eine Bedeutung; wie metaphorisch diese ist, muss man selbst nachlesen. Es ist ein Jugendbuch dieser Zeit und wird ein hoffentlich ein Publikum erreichen, dass es zu schätzen weiß.

Titel: Our Chemical Hearts

Autor: Krystal Sutherland

Verlag: Hot Key Books (Okt. 2016)

Lesealter (vom Verlag empfohlen): 12-16 (älter ist fast besser)

Genre: fiktionales Jugendbuch

Seitenzahl: 313

Preis: 8,99€ (Taschenbuch)

ISBN-10: 1471405834

ISBN-13: 978-1471405839


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Eine Reihe voller Schätze

Jetzt war aber wirklich lange genug Pause.

Die Buchmesse ist vorbei und die Erschöpfung hat mich schon währenddessen eingeholt. Trotzdem, nach einem Tag Pause, ging es dann weiter und durchs Wochenende. Und da war was los! Eindrücke kommen auch noch in einem Picture-Post, aber zuerst einmal natürlich die Errungenschaften meiner arbeitsamen Woche.

Neben Büchern gab es allerlei Goodies, die man mitnehmen durfte, die sich aber im Rahmen halten, wenn man eigentlich gar nicht nach ihnen sucht. Ohne schafft man es aber trotzdem nicht aus den Hallen meiner Träume.

Poster, Buttons – die ich auch alle schon an meine Jeansjacke gepinnt habe – Schlüsselanhänger, einen Tassenuntersetzer (oder zumindest glaube ich, dass das was ich da habe einer ist), Kalender, Süßes (wovon ich nicht viel mit nach Hause gebracht habe, weil es wesentlicher Teil meiner Verpflegung war) und ein Haufen anderer Sachen. Natürlich auch der Semestervorrat an Kullis und Notizblöcken, schließlich war man ja nicht nur zum Spaß da. Das Schönste am ganzen Wochenende war aber, andere Blogger kennen zu lernen! Unter anderem waren das

Jessika von Jessies Bücherkiste,

Julia von Miss Foxy Reads,

Sandra von Piglet and her Books,

Sandy von Black Tea Books, die meinen letzten Post auch schon gefunden hat 🙂

und natürlich Dani von einlesehorn, mit der ich erfolgreich durch Halle 4.0 und 4.1 geschlendert bin und Einhorn-Vibes genossen habe! Und die außerdem einen schönen Blog hat und eine Verlosung einiger Goodies veranstaltet. Lohnt sich also mal vorbeizuschauen.

Das einzige Buch, das ich unbedingt haben wollte aber nicht bekommen habe, ist The Christmassaurus von Tom Fletcher. Leider hatte Random House UK am Samstag schon zusammengepackt – das Buch war sogar dagewesen! Nur verkaufen wollten sie es nicht. Aber ich hoffe, dass ich da noch irgendwie dran komme. (English-Book-Shop Konstanz ist hier noch meine letzte analoge Hoffnung).

alles-buttonjackeSo sah es in meinem Zimmer nach einigem Aufräumen und Sortieren aus – man kann den Boden wieder sehen. Aber es wird noch einiges hin und her geschoben und dann auch verschenkt, also wird es noch ein bisschen dauern, bis ich wieder in aller Ruhe auf meinem Teppich liegen, an die Decke gucken und über mein Leben nachdenken kann.

Und hier kommen die Bücher! 18 insgesamt und die meisten auf Englisch :D.

the-spy-of-venice-2Das erste englischsprachige ist The Spy of Venice von Benet Brandreth. Ein Shakespeare Roman mit Twist aus dem Verlag twenty7.gluck-ist-wenn-man-trotzdem-liebtGlück ist, wenn man trotzdem liebt von Petra Hülsmann. Ein Spiegel-Bestseller, der bei Bastei Lübbe erschienen ist.an-abundance-of-katherinesAn Abundance of Katherines von John Green! Meine Sammlung an John Green Büchern ist, bis auf Let it Snow, also fast komplettiert! Es wurde von Dutton-Penguin veröffentlicht und ich bin froh, dass ich eins mit schönem Hardover bekommen habe (passt ins Regal).the-book-of-storms-2The Book of Storms von Ruth Hatfield, ebenfalls auf Englisch und ebenfalls von Random House – Hot Key Books – veröffentlicht.the-lonely-life-of-biddy-weirNoch ein weiteres Buch von twenty7, geschrieben von Lesley Allen ist The Lonely Life of Biddy Weir. Ein Buch über nicht ganz so normale Menschen und eines auf das ich mich wirklich freue.die-vermisstenVom deutschen Penguin gibt es den Psychothriller Die Vermissten, das von Caroline Eriksson geschrieben wurde. classic-nursery-talesVielleicht etwas unerwartet hier zwischen drin, ein englisches Gutenachtgeschichtenbuch. Aber sowohl Cover, als auch die Bilder drinnen und die Sprache, die verwendet wird, sind wunderschön. Es ist auch eine Random-House Veröffentlichung.our-chemical-heartsAußerdem – und auf Empfehlung – Our Chemical Hearts von Krystal Sutherland und von Hot Key Books, mit der Warnung vor strong language auf der Rückseite :D.the-thornthwaite-betrayalVon Picadilly vielleicht etwas für jüngere Leser (Also mich! Nein Scherz, aber ja doch 🙂 ) ist The Thornthwaite Betrayal von Gareth P. Jones.cell-7Auch eher aus der Thriller-Richtung ist Cell7 von Kerry Drewery , ebenfalls von Hot Key Books.die-welt-war-besser-ohne-dichUnd zwischendrin wieder etwas Deutsches: Ein Jugendbuch von Ravensburger, Die Welt wäre besser ohne dich von Sarah Darer Littman.schlafose-nachtDas nächste ist Schlaflose Nacht aus dem Hanser-Verlag, geschrieben von Margriet de Moor, das mit 126 Seiten das dünnste im Stapel ist.the-girlsEbenfalls von Hanser ist Emma Clines The Girls, das thematisch ganz ganz anders klingt, als der Rest der Bücher. Ich bin ehrlich neugierig, weil ich schon viel darüber gelesen habe, vor allem aus der amerikanischen Presse. Aber die Meinungen scheiden sich ein wenig, und jetzt kann ich es endlich selbst lesen.es-ist-nicht-fairEin weiterer Roman von Hanser ist Es. Ist. Nicht. Fair. von Sarah Benwell, dessen Titel schon Herzzereißen ankündigt; also Taschentücher raus.das-apfelblutenfestVon Pendo (Piper) liegt außerdem das Buch mit dem schönsten Cover auf meinem Tisch: Das Apfelblütenfest von Carsten Sebastian Henn.paper-aeroplanesDas Jugendbuch paper aeroplanes von Dawn O’Porter ist ebenfalls von Hot Key Books und ist ein Buch über Freundschaft in einem wunderbaren und beschissenen Alter, während alle auf der Suche nach sich selbst sind und auf dem Weg dorthin immer wieder über ihre eigenen Leichen stolpern.lebkuchenweiblein-2Wieder unerwartet mittendrin aber ein absolut herrliches Kinderbuch ist: Alle warten auf das Lebkuchenweiblein von Heidi Knobloch aus dem Silberburg-Verlag. Super für etwas fortgeschrittene Erstleser und fürs Vorlesen in der Vorweihnachtszeit.a-library-of-lemonsUnd das allerletzte Buch ist das zweite von Picadilly: A Library of Lemons von Jo Cotterill, das das mit Abstand leuchtendste Cover hat ( so gelb!)

Ich bin gespannt, was mich hier erwartet aber alleine die Menge an neuen Büchern ist ein Traum. Und irgendetwas davon wird schon gut sein – hoffe ich zumindest. Aber darüber halte ich euch auf dem laufenden, mit Comprehensive Reviews und gelegentlicher Auslassungen, die sich hoffentlich in Grenzen halten werden.

Best wishes!


Witches walk devious paths.

Die Buchmesse hat begonnen.

Nach einer langen Fahrt von Konstanz nach Tübingen und dann, in einem süßen, alten Mazda, von Tübingen nach Frankfurt kamen wir Dienstag Mittag auf der Buchmesse an. Aufbau, Toiletten finden und sich ein bisschen umgucken, bevor das Chaos losgehen würde.

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Ironische Toiletten…

Und es ging los. Pünktlich um 9 Uhr morgens strömten Fluten von Fachbesuchern aus der S-Bahn ins Torhaus, durch die Taschenkontrolle und dann, über bunte Teppiche, in die Hallen der Aussteller.

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verhüllte Teppiche am Dienstag

Und bunte Teppiche am Mittwoch

Ausgestattet mit türkisenem Band in den Haaren und am Arm, mit Äpfeln, Birnen und Müsliriegel und diversen Ausweisen schwappte man durch die immer voller werdenden Gänge. Ein bisschen viel auf einmal, vor allem, wenn man zum ersten Mal auf der Buchmesse ist. Es ist ein Paradies, keine Frage, es ist nur sehr viel davon und ich wusste überhaupt nicht wo ich anfangen sollte. Ich glaube aber, dass ich es ganz gut geschafft habe. Ich habe zwei Hände voll Buttons für meine Jeansjacke,

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Buttons!

Unmengen an Postkarten und Lesezeichen und zumindest einmal eine Idee von den verschiedenen Bereichen, die in der Verlagswelt abgedeckt werden müssen. Am aufregendsten scheint es bei den Rechten und Lizenzen zuzugehen. An Tischen voller kleiner Snacks und zwischen Kaffeetassen, direkt an den Gängen oder verborgen hinter Vorhängen werden Geschäfte ausgehandelt, Rechte eingekauft und das Verlagsprogramm mitgestaltet.

Die großen Verlage mit riesigen Ständen sind einfach zu finden und bewerben ihre neusten Bücher, Hörbücher und alles andere, was sie so verkaufen. Aber zwischendrin, manchmal sehr versteckt und in Ständen, die kaum zwei Meter breit sind, findet man Papeterien und Kleinode an Büchern, die das Verlagsprogramm der letzten 30 Jahre wiederspiegeln. Sehr unterschiedlich aber alles sehenswert.

Vier weitere Tage stehen uns noch bevor, Menschen treffen und ein- zwei Programmpunkte abhaken und dann wird sie auch schon wieder vorbei sein. Wahrscheinlich viel zu früh, und das obwohl meine Füße heute schon wehtun.


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Bücher mit Beinen

oder auf  Rädern?

Ende September und Anfang Oktober hat sich mein ganzer Hausrat nämlich auf die Reise gemacht und ist umgezogen.

Einige meiner Bücher sind dabei auf der Strecke geblieben ( wortwörtlich, im Haus meiner Eltern), um Platz für neues und vor allem erst einmal anderes zu schaffen 🙂

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Hier hatten sie einmal gestanden

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Diese dürfen bei meinen Eltern wohnen

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und das ist alles, was bis jetzt in meinem neuen Zimmer steht.

Es war nicht so schwer zu entscheiden, was mit durfte. Alles was hier steht, ist ungelesen und wartet nur darauf endlich einmal in die Hand genommen zu werden.

Gefährlich, ich weiß und ich vermisse auch schon einige Cover an die ich mich gewöhnt hatte. Es gibt noch nicht einmal ein Safe-Book, von dem ich weiß, dass es gut ist und auf das ich im Fall aller Fälle zurück greifen kann. Hard-Core SUB-Regal.

Ich bin mir sicher, dass es irgendwie funktioniert, immerhin ein guter Grund für neue Bücher 😀


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An Abundance of Katherines . Teil 5

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Teil 5 von “An Abundance of Green-Books”

Wie soll das Kind denn heißen? Katherine!

Teil 5 von „An Abundance of Green-Books“, die Post Reihe über die John Green-Bücher die ich gelesen habe, und die, die ich noch nicht gelesen habe!

Es ist ein bisher nicht verfilmtes Buch, eine Geschichte über Katherines, aber nicht über John Greens Schwägerin, Namensgeber für diese Post-Reihe und ironischerweise eines der Zwei Bücher, die ich noch nicht gelesen habe! Und deshalb geht es heute um… An Abundance of Katherines.

Ich muss gestehen, dass ich den deutschen Titel erst noch googeln muss. Momentan tippe ich, ganz ohne Internet, im Zug und er mag mir einfach nicht einfallen. Auf Englisch hatte ich ihn aber schon häufig gehört. Sagt das was über den Erfolg des Buches? Weiß da jemand was? Das würde mich sehr interessieren. Den deutschen Titel füge ich, sobald ich es in W-LAN-Gefilde geschafft habe oder wieder in der Nähe meines LAN-Kabels bin, hier ein:

Die erste Liebe (nach 19 vergeblichen Versuchen)

An Abundance of Katherines ist eine Geschichte über Begegnungen und Beziehungen zu Menschen und Im Besonderen über romantische Beziehungen. Und diese Beziehungen von Hauptcharakter Colin heißen nebenbei alle Katherine. Im Rückblick auf diese, nicht wirklich zufällige, Namensgleichheit und durch die enthüllenden Umstände eines Roadtrips, erfahren wir im Laufe der Erzählung immer mehr über die Geschichte und das Leben unseres Protagonisten. Dabei erfahren wir einiges über seine Art des Denkens, über ein ‘mathematischen’ Theorem, das das Katherine-Phänomen erleuchten soll und werden mit ein-zwei unerwarteten Begegnungen konfrontiert.

Ich habe, außerhalb der John-Green-Fangemeinde nur seltenst von dem Buch gehört. Die, die es gelesen haben, waren aber alle der Meinung, dass es ein gutes Buch sei. Ganz bewusst der Konjunktiv hier, weil ich es eben noch nicht gelesen habe, aber sehr gespannt bin. John Green scheint Roadtrips zu mögen und sie sind als narratives Mittel durchaus sinnvoll. Weil sie die persönliche ‘Reise’ / Entwicklung der Charaktere physisch nachzeichnen und Raum für den Ablauf bieten, ohne zu viele äußere Eindrücke, die den Fortgang vereiteln könnten.

Ich glaube unsere Bücherei hat es und ich werde es mir mal ausleihen. Im selben Zug könnte ich dann „Let it snow“ ebenfalls mitnehmen, denn die Herbstzeit ist über uns hereingebrochen und ich bin mehr als glücklich darüber.

Wer hat das Buch gelesen? Und könnt ihr es empfehlen?

Und damit ist es auch schon wieder vorbei mit Teil 5 von „An Abundance of Green-Books“, die Post Reihe über die John Green-Bücher die ich gelesen habe, und die, die ich noch nicht gelesen habe! Ein Buch steht noch aus und dann kommen hoffentlich noch einige mehr 🙂

Titel: An Abundance of Katherines

Autor: John Green

Verlag: Puffin (1. Auflage: 2006)

Vom Verlag empfohlenes Lesealter: 12-16

Genre: Jugendbuch

Typ: Taschenbuch

Seitenzahl: 272

Preis: 6,99€

ISBN-10: 9780142410707

ISBN-13: 978-0142410707


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Paper Towns: Teil 4 von “An Abundance of Green-Books”

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Teil 4 von „An Abundance of Green-Books“, die Post Reihe über die John Green-Bücher die ich gelesen habe, und die, die ich noch nicht gelesen habe!

Heute ist das Buch dran, das nach dem TFIOS – Hype (The Fault in our Stars / Das Schicksal ist ein mieser Verräter) das zweite Werk von John Green war, das es auf die Kinoleinwände geschafft hat: Paper Towns, auf Deutsch: Margos Spuren. Ich habe den Film mit meiner Mama im Kino gesehen und es ist das einzige Mal, an das ich mich erinnern kann, dass wir gemeinsam im Kino waren. Es war lustig. Der Film ist kein cineastisches Meisterwerk, ich glaube, dafür ist die Story nicht ausgelegt. Es geht viel eher um Zwischenmenschliche Beziehungen. Im Buch sind sie die Grundlage für das ganze Geschehen und generell der Grund für die großen Fragen, an die die Story sich wagt: Wie sehen wir uns selbst? Wie sehen wir andere? Und was kann passieren, wenn wir andere Menschen nur so limitiert wahrnehmen, wie sie uns im Alltag präsentiert werden?

Der Hauptcharakter ist Quentin und er ist der langweiligste Charakter, über dessen Persönlichkeit erzählt werden kann. Aber er ist ein wunderbarer Beobachter; nicht weil er besonders gut darin ist – im Gegenteil – sondern weil er in den Augen der anderen keine Gefahr darstellt. Sie sind in seiner Gegenwart besonders offen und fühlen sich wohl. Seine Freunde wissen das zu schätzen und Margo, seine Nachbarin, weiß es auszunutzen. Seine Gutmütigkeit und jugendlich-naive Weltbetrachtung sorgen jedoch dafür, dass er aus allem, was passiert, etwas Gutes ziehen kann.
Quentin wohnt schon seit er klein ist neben Margo. Und sie war ihm schon immer ein Mysterium, das nicht entschlüsseln konnte. Als Kinder waren sie gut befreundet, wie das oft ist, bei Nachbarskindern, doch bis hin zur High School driften sie immer weiter auseinander. Es ist keine beendete Freundschaft oder gegenseitiges Missfallen, sie haben bloß immer weniger miteinander gemacht und grüßen sich nun nicht einmal mehr, wenn sie sich auf den Gängen ihrer Schule begegnen. Dann steigt Margo eines Nachts durch Quentins Fenster in sein Zimmer und leiht ihn und sein Auto für eine Nacht voller Missionen. Am nächsten Morgen ist sie verschwunden und die Nachwirkungen ihres und seines Abenteuers sprechen deutliche Zeichen: Sie ist abgehauen. Quentin folgt den winzigen Spuren, die die unergründliche Margo ihm hinterlassen hat und macht sich, begleitet von seinen und ihren Freunden, auf die Suche.

Das Buch ist tiefgründig und manchmal schon fast zu nachdenklich für das Alter der Charaktere. Trotzdem macht es Spaß, auch wenn es sinnvoll sein könnte, es mehr als einmal zu lesen. Ich bin mir auch sicher, dass es eine dieser Geschichten ist, aus der man jedes Mal wieder etwas Neues ziehen kann, ganz abhängig davon, in welcher Lebensphase oder Situation man sich gerade selbst befindet. Die schönsten Ideen, die die Geschichte vorstellt, sind keine heroischen oder allgemeinen Weisheiten. Sie sind viel eher der Ansicht, dass Nachdenken nicht schadet und man manchmal Fehler macht, die nicht von vornherein Fehler sind – dass nicht alles, was aussieht wie ein Mysterium auch eines ist und dass manche von ihnen besser nicht entschlüsselt werden, bevor man selbst in der Aufgabe verloren geht.

Die Sprache ist nicht ganz so pretentiös, wie in The Fault in our Stars, und es ist sehr viel lustiger. Auch offensichtlich lustiger, wenn man den Humor mag. Wer actiongeladene Jugendbücher sucht, liest lieber etwas anderes, auch wenn ein Family-Van und eine nächtliche Kuh dem ganzen gerecht werden könnten, aber es ist vor allem ein Buch zum mitfühlen, denken und sich eine Meinung machen. Am Ende kann man sich tatsächlich fragen, was hätte ich gemacht, ohne sich vom Verhalten der Charaktere abhängig machen zu müssen. Das kann nun eine Schwachstelle oder eine der größten Stärken in der Erzählung sein, das ist abhängig vom Leser, doch es ist auf jeden Fall darauf zurückzuführen, dass man jeden Einzelnen von Quentins Freunden, und auch ihn selbst, als Menschen wahrnimmt und nicht als scharfgezeichnete Superhelden.

Definitiv zu empfehlen, wenn man gerne etwas nachdenkt und nicht nach einer Explosion nach der anderen dürstet. Dann kann fast nichts schiefgehen und man hat auch noch Spaß dabei. Und dann kann man natürlich noch den Film angucken.

Das war Teil 4 von „An Abundance of Green-Books“, der Post-Reihe über die John-Green-Bücher die ich gelesen, und die, die ich noch nicht gelesen habe 🙂

Titel: Margos Spuren / Paper Towns
Autor: John Green
Verlag: Speak (2009)
Vom Verlag empfohlenes Lesealter: 12-17
Genre: Jugendbuch
Typ: Taschenbuch
Preis: 5,99€
ISBN-10: 014241493X
ISBN-13: 978-0142414934


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Meine allererste Buchmesse

Jetzt ist es nicht mehr lange und nachdem ich schon einige Posts gesehen hab, dachte ich, dass ich auch mal mit dem philosophieren anfange.

Diese Jahr besuche ich die erste Buchmesse in meinem Leben: Die Frankfurter Buchmesse. Also bekomme ich als Debüt nicht nur eines der größten Events überhaupt, sondern mit Verlag und Bloggerakkreditierung auch noch die volle Woche. 

Die Buchmesse findet vom 19.10.2016 bis zum 23.10.2016 statt und ist für die meisten Besucher nur am Wochenende zugänglich. Ich dachte, dass ich, würde ich je auf die Buchmesse gehen können, zu dieser Gruppe dazugehören würde. Aber mehr als unerwartet darf ich schon früher da sein, mithelfen und mich von der Flut überschwemmen lassen.

Und ich befürchte tatsächlich das Schlimmste! Mindestens ein Bücherschock oder eine situationelle Lähmung durch die Masse an neuen, bunten und vielfältigen Büchern!

Ich kann es mir kaum vorstellen; so viele Bücher und buchliebende Menschen auf einem Haufen! Das wird eine Party. Ein Schlaraffenland. Eine magische Parallelwelt in der alle meine Träume wahr geworden sind…

Das Angebot ist riesig und ich werde vieles nicht sehen können und einiges vielleicht auch einfach übersehen. Aber ich bin nichtsdestotrotz unfassbar aufgeregt, denn wer weiß, wann mir das das nächste Mal passiert.

Na dann: Allons-y! Frankfurter Buchmesse ich komme!

Apropos! Hat jemand Empfehlungen? Was darf ich auf keinen Fall verpassen?

Und wer kommt von euch?

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(Copyright Frankfurter Buchmesse)

 

 

 


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Teil 3 von An Abundance of Green-Books

will-und-will“Will Grayson, Will Grayson” – ein wichtiges Buch

Willkommen bei Teil 3 von An Abundance of Green-Books – der Post-Reihe über John Green-Bücher, die ich gelesen und die, die ich noch nicht gelesen habe!

Und damit zu “Will Grayson, Will Grayson”, einem Buch das wichtig und anders ist. John Green und David Levithan haben dieses Buch gemeinsam geschrieben und ein Musical in die Story hineingeschrieben, das ich wirklich gerne selbst einmal sehen möchte. Die Charaktere sind komplex und so grundsätzlich menschlich und dadurch nachvollziehbar, dass es an manchen Stellen fast unangenehm zu lesen ist. Es geht um Freundschaft, Cybermobbing, Lügen, Freunde verlieren, Freunde finden und darum, sich auch alleine hinaus in die Welt zu wagen.Will Grayson ist 17 und in Jane verliebt. Will Grayson ist 17 und schwul. Es handelt sich nicht um ein und dieselbe Person – was ein spannendes Buch für sich selbst wäre – sondern um Namensvettern. Wie sich herausstellt, gibt es den Namen “Will Grayson” erstaunlich oft. Und wie das so ist, mit Namensvettern, spielt die Sympathie, die man für jemanden hat, der denselben Namen trägt, eine große Rolle. Beide Wills könne mit ihrer Liebe nichtt richtig umgehen: Der eine kann sich nicht eingestehen, dass er für seine gute Freundin mehr empfindet und der andere weiß nicht, wie er mit der Liebe, die er als anders empfindet, umgehen soll. Und dann begegnen sie sich und es scheint ein böser Scherz zu sein, der angesichts der seltsamen Situation, in der sie sich treffen, sehr bitter schmeckt. Als sich dann herausstellt, dass ihr Treffen ein Zufall war, hat der erste Eindruck schon alles zynisch eingefärbt.

Ich glaube “Will und Will”, wie es auf Deutsch heißt, war das erste Buch, das ich gelesen habe, bei dem ich die seltene, aber bemühte Repräsentation von queeren Charakteren in der Jugendliteratur bewusst wahrgenommen habe. Es war eine der ersten Debatten über die Repräsentation von gesellschaftlichen Minderheiten, die ich zu der Zeit mitbekam und bin dadurch über das Buch gestolpert.

Ich wusste lange Zeit nicht, wie ich die Geschichte finde. Es hat einige narrative Schwächen und viele gefühlte Unstimmigkeiten können bestimmt darauf zurück geführt werden, dass zwei Autoren daran geschrieben haben. Aber es ist ein thematisch wichtiges Buch, vor allem, wenn es um Freundschaft und Vertrauen geht. Es ist einfach sich online zu anonymisieren und einem Freund etwas vorzuspielen. Das heißt aber nicht, dass das eine gute Idee ist. Wenn man dann noch versucht etwas über den anderen herauszufinden, kann viel zu Bruch gehen und sich ein Verhältnis für immer ändern. Freundschaften sind grundsolide, aber fragil, wenn sie an der Substanz angegriffen werden.

Was ich aus dem Buch mitgenommen habe, ist ein Verständnis für Neugier, und Grenzen, die trotzdem nicht überschritten werden dürfen, dass alle Personen erst einmal Menschen sind und man sich manchmal von Gefühlen zu dummen Dingen verleiten lässt. Nichts davon entschuldigt sich schnell und für immer, aber die Geschichte zeigt, dass es oft am schwersten ist, sich überhaupt zu entschuldigen.

Das Buch ist sehr unterhaltsam und mitreißend, hat seine Hoch- und Tiefpunkte und regt zum Nachdenken an. Es ist manchmal etwas holprig, aber das gibt sich meistens sehr schnell, sobald man weiter liest. Und schlussendlich gewöhnt man sich auch ein bisschen daran. Das Buch ist wichtig, weil es nicht viele dieser Art gibt, die nicht automatisch in die Kategorie Schullektüre gepackt und undankbar abgehakt werden. Dafür ist es in seiner Klischeehaftigkeit zu ungewöhnlich und unbemüht: Es will nicht belehren und es will Klischees nicht zwanghaft umgehen und das macht Spaß. Und dann ist es auch ein kleines bisschen abstrus und davon kann man nie genug haben 🙂

Dann bis zum nächsten Mal und bis zu Teil 4 von An Abundance of Green-Books, der Reihe über die John Green-Bücher, die ich gelesen und die, die ich noch nicht gelesen habe😀

Titel: Will Grayson, Will Grayson

Autoren: David Levithan, John Green

Typ: Taschenbuch

Inhalt: Jugendroman

Vom Verlag empfohlenes Lesealter: 12-17 Jahre

Seiten: 352

Verlag: Penguin (2012)

ISBN-10: 0141346116

ISBN-13: 978-0141346113


Witches walk devious paths.