Looking for Alaska

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Da haben wir uns fast von vorne nach hinten gearbeitet.

Das ist der 6. Teil von An Abundance of Green-Books, der Post-Reihe über die John Green-Bücher die ich gelesen, und die, die ich noch nicht gelesen habe!

Und von vorne nach hinten, weil Looking for Alaska oder Eine wie Alaska das erste Buch von John Green ist, das veröffentlicht wurde. Und ich glaube als Nerdfighter darf man vermuten, dass es das Buch ist, auf das er doch scheinbar immer noch am stolzesten ist. Er hatte viel Erfolg mit The Fault in our Stars, das teilweise dem Leben und Leiden von Esther Earl, einer Nerdfighterin mit Krebs, nachempfunden ist. Alaska ist aber das erste Buch, das es in die Öffentlichkeit geschafft hat und erfolgreich wurde. Und das ist an sich schon eine Leistung. Der Markt für Jugendbücher hat recht spezifische, aber kaum fassbare Kriterien, nach denen Erfolg und Misserfolg Bücher heimsuchen. Und trotzdem hat es diese eine, erste Buch gleich auf Anhieb geschafft, seine Leser zu begeistern. Und vielleicht, weil es nichts schönt. Die Story ist unangenehm und nüchtern lebensnah. Hoch- und Tiefpunkte und Greens Hauptcharaktere haben ihre archaischen Momente und es geschehen Sachen, die nicht unbedingt im wahren Leben in einer solchen Sukzession aufeinanderfolgen würden, aber YAY! – Dafür ist es ein fiktionales Buch. Sonst bräuchten wir es nicht und es würde wahrscheinlich auch keiner lesen. Es ist besonders, weil es Protagonisten hat, die man versteht, die widerlichen Alkohol trinken, weil er billig ist und unter einer feuchten Steinbrücke sitzen und rauchen, damit sie nicht erwischt werden. Sie sind Teenager, wie sie eben sind; neugierig, voller Selbstzweifel und unfassbar sturköpfig. Für die Nachvollziehbarkeit, wäre es tödlich, würde man tatsächlich alles nachvollziehen können. So sind Menschen nicht.

Miles ist ein eher unfreiwilliger Einzelgänger und kommt nach einer sehr traurigen Abschiedsparty ohne Gäste auf ein Internat nach Alabama. Er will sich auf die Suche nach dem Great Perhaps machen und sich dabei selber finden. Dort angekommen trifft er Alaska Young. Sie hat sich ihren Namen selber aussuchen dürfen und ihre Selbstsicherheit fasziniert ihn sehr. Er hat Freunde, macht neue Erfahrungen und kommt ihr im Laufe des Schuljahres immer näher, bis ein Autounfall sie unerwartet und ungeklärt mit der Realität des Lebens konfrontiert.

Ich habe es gerne gelesen und gerne noch einmal gelesen, ein Trend bei mir, wenn mir Bücher gefallen. Aber es ist kein Wohlfühl-Buch sondern eines, das unangenehme und unkomfortable Situationen genauso beschreibt, wie es den Protagonisten zwischen den Zeilen Seelen zuspricht. Es hat mich sehr an Catcher in the Rye erinnert und das bestimmt nicht nur aus Zufall. Ein Buch zum Reflektieren und Erwachsenwerden – und das schließt eine Häufung von peinlichen Ereignissen, dummen Entscheidungen und unerklärlichen Menschen und Gedankengängen zwangsläufig mit ein.

Es ist ein Buch für Jugendliche und alles was älter ist, aber die Altersangabe vom Verlag hat durchaus ihren Grund. Es gibt explizitere Szenen und Konversationen, die im Kontext wichtig sind und nicht fehlen dürfen. Es ist hier sicher eine Frage des Ermessens, ob der Leser vierzehn sein muss, oder das Buch mit zwölf schon in die Hand nehmen darf. Es ist auf jeden Fall ein Buch das sich zu lesen lohnt.

Meiner Meinung nach das beste und wohlüberlegteste Buch von John Green und deshalb auch ein guter Abschluss für An Abundance of Green-Books, der Post-Reihe über die John Green-Bücher die ich gelesen und die, die ich noch nicht gelesen habe! Vorerst natürlich, denn es folgen hoffentlich noch ein paar weitere.

Titel: Eine wie Alaska (Looking for Alaska)

Autor: John Green

Verlag: Dutton (2005)

Lesealter (vom Verlag empfohlen): 14-17

Genre: fiktionales Jugendbuch

Seitenzahl: 256

Preis: 7,99€ (Taschenbuch)

ISBN-10: 0142402516

ISBN-13: 978-0142402511


Witches walk devious paths.

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