Eine Reihe voller Schätze

Jetzt war aber wirklich lange genug Pause.

Die Buchmesse ist vorbei und die Erschöpfung hat mich schon währenddessen eingeholt. Trotzdem, nach einem Tag Pause, ging es dann weiter und durchs Wochenende. Und da war was los! Eindrücke kommen auch noch in einem Picture-Post, aber zuerst einmal natürlich die Errungenschaften meiner arbeitsamen Woche.

Neben Büchern gab es allerlei Goodies, die man mitnehmen durfte, die sich aber im Rahmen halten, wenn man eigentlich gar nicht nach ihnen sucht. Ohne schafft man es aber trotzdem nicht aus den Hallen meiner Träume.

Poster, Buttons – die ich auch alle schon an meine Jeansjacke gepinnt habe – Schlüsselanhänger, einen Tassenuntersetzer (oder zumindest glaube ich, dass das was ich da habe einer ist), Kalender, Süßes (wovon ich nicht viel mit nach Hause gebracht habe, weil es wesentlicher Teil meiner Verpflegung war) und ein Haufen anderer Sachen. Natürlich auch der Semestervorrat an Kullis und Notizblöcken, schließlich war man ja nicht nur zum Spaß da. Das Schönste am ganzen Wochenende war aber, andere Blogger kennen zu lernen! Unter anderem waren das

Jessika von Jessies Bücherkiste,

Julia von Miss Foxy Reads,

Sandra von Piglet and her Books,

Sandy von Black Tea Books, die meinen letzten Post auch schon gefunden hat 🙂

und natürlich Dani von einlesehorn, mit der ich erfolgreich durch Halle 4.0 und 4.1 geschlendert bin und Einhorn-Vibes genossen habe! Und die außerdem einen schönen Blog hat und eine Verlosung einiger Goodies veranstaltet. Lohnt sich also mal vorbeizuschauen.

Das einzige Buch, das ich unbedingt haben wollte aber nicht bekommen habe, ist The Christmassaurus von Tom Fletcher. Leider hatte Random House UK am Samstag schon zusammengepackt – das Buch war sogar dagewesen! Nur verkaufen wollten sie es nicht. Aber ich hoffe, dass ich da noch irgendwie dran komme. (English-Book-Shop Konstanz ist hier noch meine letzte analoge Hoffnung).

alles-buttonjackeSo sah es in meinem Zimmer nach einigem Aufräumen und Sortieren aus – man kann den Boden wieder sehen. Aber es wird noch einiges hin und her geschoben und dann auch verschenkt, also wird es noch ein bisschen dauern, bis ich wieder in aller Ruhe auf meinem Teppich liegen, an die Decke gucken und über mein Leben nachdenken kann.

Und hier kommen die Bücher! 18 insgesamt und die meisten auf Englisch :D.

the-spy-of-venice-2Das erste englischsprachige ist The Spy of Venice von Benet Brandreth. Ein Shakespeare Roman mit Twist aus dem Verlag twenty7.gluck-ist-wenn-man-trotzdem-liebtGlück ist, wenn man trotzdem liebt von Petra Hülsmann. Ein Spiegel-Bestseller, der bei Bastei Lübbe erschienen ist.an-abundance-of-katherinesAn Abundance of Katherines von John Green! Meine Sammlung an John Green Büchern ist, bis auf Let it Snow, also fast komplettiert! Es wurde von Dutton-Penguin veröffentlicht und ich bin froh, dass ich eins mit schönem Hardover bekommen habe (passt ins Regal).the-book-of-storms-2The Book of Storms von Ruth Hatfield, ebenfalls auf Englisch und ebenfalls von Random House – Hot Key Books – veröffentlicht.the-lonely-life-of-biddy-weirNoch ein weiteres Buch von twenty7, geschrieben von Lesley Allen ist The Lonely Life of Biddy Weir. Ein Buch über nicht ganz so normale Menschen und eines auf das ich mich wirklich freue.die-vermisstenVom deutschen Penguin gibt es den Psychothriller Die Vermissten, das von Caroline Eriksson geschrieben wurde. classic-nursery-talesVielleicht etwas unerwartet hier zwischen drin, ein englisches Gutenachtgeschichtenbuch. Aber sowohl Cover, als auch die Bilder drinnen und die Sprache, die verwendet wird, sind wunderschön. Es ist auch eine Random-House Veröffentlichung.our-chemical-heartsAußerdem – und auf Empfehlung – Our Chemical Hearts von Krystal Sutherland und von Hot Key Books, mit der Warnung vor strong language auf der Rückseite :D.the-thornthwaite-betrayalVon Picadilly vielleicht etwas für jüngere Leser (Also mich! Nein Scherz, aber ja doch 🙂 ) ist The Thornthwaite Betrayal von Gareth P. Jones.cell-7Auch eher aus der Thriller-Richtung ist Cell7 von Kerry Drewery , ebenfalls von Hot Key Books.die-welt-war-besser-ohne-dichUnd zwischendrin wieder etwas Deutsches: Ein Jugendbuch von Ravensburger, Die Welt wäre besser ohne dich von Sarah Darer Littman.schlafose-nachtDas nächste ist Schlaflose Nacht aus dem Hanser-Verlag, geschrieben von Margriet de Moor, das mit 126 Seiten das dünnste im Stapel ist.the-girlsEbenfalls von Hanser ist Emma Clines The Girls, das thematisch ganz ganz anders klingt, als der Rest der Bücher. Ich bin ehrlich neugierig, weil ich schon viel darüber gelesen habe, vor allem aus der amerikanischen Presse. Aber die Meinungen scheiden sich ein wenig, und jetzt kann ich es endlich selbst lesen.es-ist-nicht-fairEin weiterer Roman von Hanser ist Es. Ist. Nicht. Fair. von Sarah Benwell, dessen Titel schon Herzzereißen ankündigt; also Taschentücher raus.das-apfelblutenfestVon Pendo (Piper) liegt außerdem das Buch mit dem schönsten Cover auf meinem Tisch: Das Apfelblütenfest von Carsten Sebastian Henn.paper-aeroplanesDas Jugendbuch paper aeroplanes von Dawn O’Porter ist ebenfalls von Hot Key Books und ist ein Buch über Freundschaft in einem wunderbaren und beschissenen Alter, während alle auf der Suche nach sich selbst sind und auf dem Weg dorthin immer wieder über ihre eigenen Leichen stolpern.lebkuchenweiblein-2Wieder unerwartet mittendrin aber ein absolut herrliches Kinderbuch ist: Alle warten auf das Lebkuchenweiblein von Heidi Knobloch aus dem Silberburg-Verlag. Super für etwas fortgeschrittene Erstleser und fürs Vorlesen in der Vorweihnachtszeit.a-library-of-lemonsUnd das allerletzte Buch ist das zweite von Picadilly: A Library of Lemons von Jo Cotterill, das das mit Abstand leuchtendste Cover hat ( so gelb!)

Ich bin gespannt, was mich hier erwartet aber alleine die Menge an neuen Büchern ist ein Traum. Und irgendetwas davon wird schon gut sein – hoffe ich zumindest. Aber darüber halte ich euch auf dem laufenden, mit Comprehensive Reviews und gelegentlicher Auslassungen, die sich hoffentlich in Grenzen halten werden.

Best wishes!


Witches walk devious paths.

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Die Buchmesse hat begonnen.

Nach einer langen Fahrt von Konstanz nach Tübingen und dann, in einem süßen, alten Mazda, von Tübingen nach Frankfurt kamen wir Dienstag Mittag auf der Buchmesse an. Aufbau, Toiletten finden und sich ein bisschen umgucken, bevor das Chaos losgehen würde.

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Ironische Toiletten…

Und es ging los. Pünktlich um 9 Uhr morgens strömten Fluten von Fachbesuchern aus der S-Bahn ins Torhaus, durch die Taschenkontrolle und dann, über bunte Teppiche, in die Hallen der Aussteller.

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verhüllte Teppiche am Dienstag

Und bunte Teppiche am Mittwoch

Ausgestattet mit türkisenem Band in den Haaren und am Arm, mit Äpfeln, Birnen und Müsliriegel und diversen Ausweisen schwappte man durch die immer voller werdenden Gänge. Ein bisschen viel auf einmal, vor allem, wenn man zum ersten Mal auf der Buchmesse ist. Es ist ein Paradies, keine Frage, es ist nur sehr viel davon und ich wusste überhaupt nicht wo ich anfangen sollte. Ich glaube aber, dass ich es ganz gut geschafft habe. Ich habe zwei Hände voll Buttons für meine Jeansjacke,

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Buttons!

Unmengen an Postkarten und Lesezeichen und zumindest einmal eine Idee von den verschiedenen Bereichen, die in der Verlagswelt abgedeckt werden müssen. Am aufregendsten scheint es bei den Rechten und Lizenzen zuzugehen. An Tischen voller kleiner Snacks und zwischen Kaffeetassen, direkt an den Gängen oder verborgen hinter Vorhängen werden Geschäfte ausgehandelt, Rechte eingekauft und das Verlagsprogramm mitgestaltet.

Die großen Verlage mit riesigen Ständen sind einfach zu finden und bewerben ihre neusten Bücher, Hörbücher und alles andere, was sie so verkaufen. Aber zwischendrin, manchmal sehr versteckt und in Ständen, die kaum zwei Meter breit sind, findet man Papeterien und Kleinode an Büchern, die das Verlagsprogramm der letzten 30 Jahre wiederspiegeln. Sehr unterschiedlich aber alles sehenswert.

Vier weitere Tage stehen uns noch bevor, Menschen treffen und ein- zwei Programmpunkte abhaken und dann wird sie auch schon wieder vorbei sein. Wahrscheinlich viel zu früh, und das obwohl meine Füße heute schon wehtun.


Witches walk devious paths.

Bücher mit Beinen

oder auf  Rädern?

Ende September und Anfang Oktober hat sich mein ganzer Hausrat nämlich auf die Reise gemacht und ist umgezogen.

Einige meiner Bücher sind dabei auf der Strecke geblieben ( wortwörtlich, im Haus meiner Eltern), um Platz für neues und vor allem erst einmal anderes zu schaffen 🙂

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Hier hatten sie einmal gestanden

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Diese dürfen bei meinen Eltern wohnen

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und das ist alles, was bis jetzt in meinem neuen Zimmer steht.

Es war nicht so schwer zu entscheiden, was mit durfte. Alles was hier steht, ist ungelesen und wartet nur darauf endlich einmal in die Hand genommen zu werden.

Gefährlich, ich weiß und ich vermisse auch schon einige Cover an die ich mich gewöhnt hatte. Es gibt noch nicht einmal ein Safe-Book, von dem ich weiß, dass es gut ist und auf das ich im Fall aller Fälle zurück greifen kann. Hard-Core SUB-Regal.

Ich bin mir sicher, dass es irgendwie funktioniert, immerhin ein guter Grund für neue Bücher 😀


Witches walk devious paths.

Looking for Alaska

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Da haben wir uns fast von vorne nach hinten gearbeitet.

Das ist der 6. Teil von An Abundance of Green-Books, der Post-Reihe über die John Green-Bücher die ich gelesen, und die, die ich noch nicht gelesen habe!

Und von vorne nach hinten, weil Looking for Alaska oder Eine wie Alaska das erste Buch von John Green ist, das veröffentlicht wurde. Und ich glaube als Nerdfighter darf man vermuten, dass es das Buch ist, auf das er doch scheinbar immer noch am stolzesten ist. Er hatte viel Erfolg mit The Fault in our Stars, das teilweise dem Leben und Leiden von Esther Earl, einer Nerdfighterin mit Krebs, nachempfunden ist. Alaska ist aber das erste Buch, das es in die Öffentlichkeit geschafft hat und erfolgreich wurde. Und das ist an sich schon eine Leistung. Der Markt für Jugendbücher hat recht spezifische, aber kaum fassbare Kriterien, nach denen Erfolg und Misserfolg Bücher heimsuchen. Und trotzdem hat es diese eine, erste Buch gleich auf Anhieb geschafft, seine Leser zu begeistern. Und vielleicht, weil es nichts schönt. Die Story ist unangenehm und nüchtern lebensnah. Hoch- und Tiefpunkte und Greens Hauptcharaktere haben ihre archaischen Momente und es geschehen Sachen, die nicht unbedingt im wahren Leben in einer solchen Sukzession aufeinanderfolgen würden, aber YAY! – Dafür ist es ein fiktionales Buch. Sonst bräuchten wir es nicht und es würde wahrscheinlich auch keiner lesen. Es ist besonders, weil es Protagonisten hat, die man versteht, die widerlichen Alkohol trinken, weil er billig ist und unter einer feuchten Steinbrücke sitzen und rauchen, damit sie nicht erwischt werden. Sie sind Teenager, wie sie eben sind; neugierig, voller Selbstzweifel und unfassbar sturköpfig. Für die Nachvollziehbarkeit, wäre es tödlich, würde man tatsächlich alles nachvollziehen können. So sind Menschen nicht.

Miles ist ein eher unfreiwilliger Einzelgänger und kommt nach einer sehr traurigen Abschiedsparty ohne Gäste auf ein Internat nach Alabama. Er will sich auf die Suche nach dem Great Perhaps machen und sich dabei selber finden. Dort angekommen trifft er Alaska Young. Sie hat sich ihren Namen selber aussuchen dürfen und ihre Selbstsicherheit fasziniert ihn sehr. Er hat Freunde, macht neue Erfahrungen und kommt ihr im Laufe des Schuljahres immer näher, bis ein Autounfall sie unerwartet und ungeklärt mit der Realität des Lebens konfrontiert.

Ich habe es gerne gelesen und gerne noch einmal gelesen, ein Trend bei mir, wenn mir Bücher gefallen. Aber es ist kein Wohlfühl-Buch sondern eines, das unangenehme und unkomfortable Situationen genauso beschreibt, wie es den Protagonisten zwischen den Zeilen Seelen zuspricht. Es hat mich sehr an Catcher in the Rye erinnert und das bestimmt nicht nur aus Zufall. Ein Buch zum Reflektieren und Erwachsenwerden – und das schließt eine Häufung von peinlichen Ereignissen, dummen Entscheidungen und unerklärlichen Menschen und Gedankengängen zwangsläufig mit ein.

Es ist ein Buch für Jugendliche und alles was älter ist, aber die Altersangabe vom Verlag hat durchaus ihren Grund. Es gibt explizitere Szenen und Konversationen, die im Kontext wichtig sind und nicht fehlen dürfen. Es ist hier sicher eine Frage des Ermessens, ob der Leser vierzehn sein muss, oder das Buch mit zwölf schon in die Hand nehmen darf. Es ist auf jeden Fall ein Buch das sich zu lesen lohnt.

Meiner Meinung nach das beste und wohlüberlegteste Buch von John Green und deshalb auch ein guter Abschluss für An Abundance of Green-Books, der Post-Reihe über die John Green-Bücher die ich gelesen und die, die ich noch nicht gelesen habe! Vorerst natürlich, denn es folgen hoffentlich noch ein paar weitere.

Titel: Eine wie Alaska (Looking for Alaska)

Autor: John Green

Verlag: Dutton (2005)

Lesealter (vom Verlag empfohlen): 14-17

Genre: fiktionales Jugendbuch

Seitenzahl: 256

Preis: 7,99€ (Taschenbuch)

ISBN-10: 0142402516

ISBN-13: 978-0142402511


Witches walk devious paths.