Liebster Blog-Award

Ich wurde von buecherjase zum Liebster Blog Award nominiert. Vielen lieben Dank dafür!

Hier noch einmal kurz die Regeln:

  • Danke der Person, die dich für den Liebster Award nominiert hat und verlinke ihren Blog in deinem Artikel.
  • Beantworte die 11 Fragen, die dir der Blogger, der dich nominiert hat, stellt.
  • Nominiere 5 bis 11 weitere Blogger für den Liebster Award.
  • Stelle eine neue Liste mit 11 Fragen für deine nominierten Blogger zusammen.
  • Schreibe diese Regeln in deinen Liebster Award Blog-Artikel.
  • Informiere deine nominierten Blogger über den Blog-Artikel.

 

Und hier sind die Fragen und Antworten:

 

1. Wie würden deine Freunde dich beschreiben und nimmst du dich selbst ähnlich oder anders wahr?

Wahrscheinlich ein bisschen durch den Wind und unkonzentriert, aber ich hoffe doch ganz nett 🙂 . Ich glaube ich bin ein bisschen strenger, wenn es um meine Gedankenspringerei geht, aber sonst weiß ich auch nicht genau, wie meine Freunde mich sehen. Ich habe ein paar sehr sehr liebe und einzigartige Menschen gefunden, deren Freundscchaft mir viel bedeutet, also kann ich nicht ganz alles falsch gemacht haben 😀

 

2. Liest du lieber lange oder kurze Kapitel?

Gutes Buch, spannend geschrieben: Lange Kapitel

Nicht so spannend geschrieben oder wechselnde Perspektiven: Kurze Kapitel

 

3. Was ist dein Lieblingsgenre und warum?

Fantasy! Weil man damit alles  machen kann und andere Genres miteinbeziehen kann. Und e slässt so wunderbar viel Raum für Unerwartetes und Träumereien.

 

4. Welche Buchverfilmung fandest du besser als das Buch?

Herr der Ringe – hear me out; ich habe es gerne gelesen, auch noch auf Englisch, aber es ist wirklich nicht einfach einen roten Faden beizubehalten. Die Welt ist groß und detailreich und deshalb auch schwer zu lesen, vor allem, wenn man gefühlte sieben Kapitel im Wald unterwegs ist. Die Filme haben die ganze Story zusammengezogen und teilweise ein bisschen stark verändert. Trotzdem mag ich die Filme lieber, zur Unterhaltung sind sie definitiv besser geeignet.

 

5. Wo liest du am liebsten?

Im Zug oder Bus, wenn mir gerade einmal nicht schlecht wird, an der Bushaltestelle im Bett und auf dem Sofa 🙂

 

6. Nenne ein Schulbuch, das du sehr mochtest und eines, das du gar nicht mochtest.

Ich mochte Kafka, der Proceß. Schön abstrakt und man konnte wirklich alles reininterpretieren, was man wollte.

Ich mochte keines der Bücher, die moderne Teenager darstellen sollten. Mit fällt gerade kein Titel ein, weil ich sie, wohlweislich, verdrängt habe. Sie haben immer versucht sich anzubiedern und waren dadurch schon von vornherein unerträgliche Fremschäm-Quellen.

 

7. Welche Bücher-Plattform gefällt dir am besten und warum? (Blog, Bookstagram, Tumblr, Booktube, Goodreads, Lovelybooks etc.)

Mein absoluter Favorit sind Blogs und dann tumblr.

 

8. Wenn jemand dir die Frage stellen würde: „Warum liest du gerne/oft?“ was würdest du der Person antworten?

Weil mir Bücher andere Welten aufmachen und Zuflucht bieten, wann immer ich sie brauche. Weil sie nachdenklich machen und immer wieder zeigen, dass es mehr als nur eine Perspektive gibt, egal in welcher Situation man sich befindet. Weil sie Mut machen und mich dazu bringen, treudoof-glücklich zu grinsen und schlafen zu gehen.

 

9. Was für Hobbys, außer dem Lesen, hast du noch?

Schreiben, Tagträumen, Zeichnen, Nachdenken und Organisieren (Ich mach es gerne und versuche auch es umzusetzen)

 

10. Willst du dein Hobby zum Beruf machen oder glaubst du es würde dir den Spaß an der Sache verderben?

Ich will es unbedingt zu meinem Beruf machen! Es soll nicht nur ein immerwährendes Hoch sein, sondern ein auf und ab mit guten und schlechten Tagen. Alles andere wäre nicht realistisch. Außerdem hoffe ich, dass ich mich auch immer weiter verändere und meine Hobbys sich genauso weiterentwickeln.

 

11. Machst du viele TAGs mit, oder eher nicht? Auf welcher Plattform machst du am liebsten TAGs mit?

Bisher noch nicht. Ab und zu, aber ich wähle sie gerne bewusst aus, wenn sie mir gefallen und gerade Spaß machen.

Ich nominiere:

leselebenszeichen

Wissenstagebuch

Büchermops

Kinderohren

Nette Bücherkiste

Und meine Fragen sind:

  1. Kannst du beim Lesen Musik hören?
  2. Verleihst du deine Bücher gerne/ungerne?
  3. Und  du selbst? Leihen oder Kaufen (bzw. geschenkt bekommen,etc.)?
  4. Sind Bücher für dich Gebrauchsgegenstände, denen man ansehen darf, dass sie in die Hände genommen werden oder sind sie Kleinode in deiner Einrichtung, die keine Abnutzungserscheinungen haben sollen?
  5. Welches Genre hat, deiner Meinung nach, die schönsten Cover?
  6. Was machst du mit richtig schlechten Büchern? Liest du sie zu Ende oder legst sie zur Seite?
  7. Hast du noch ein Kinderbuch/Buch aus deiner Kindheit, das dir viel bedeutet?
  8. Auf einer Skala von 1 bis 10 – wie sehr blendest du beim Lesen die Welt um dich herum aus? (1 gar nicht – 10 absolut alles)
  9. Warum sind Rezensionen so unbeliebt?
  10. e-book oder Papier?
  11. Was machst du gerne oder möchtest du mal wieder machen? Ideen und ganz viel Raum um noch etwas dazu zu schreiben:

Spazieren, Basteln, künstlerisches allgemein (Zeichnen, Malen, etc.), Sport, Kochen, Backen, Nähen, Handwerken, Tierpflege, Decken- und Kissen- Schlösser bauen, Auto fahren, Motorrad fahren, Geo-cachen, Stadt aanschauen, Wandern, Motorrad fahren, Kneten, Haustier kuscheln, Seifenblasen pusten, Disney-Filme gucken, Briefe schreiben, Geburtstagskarten schicken, Sommerlebkuchenhaus bauen, Sindharin auffrischen, Chemie-Experiment  mit allem machen was man so  im Haus finden kann, auf dem Boden liegen und in den Himmel gucken, Straßenmalkreide malen, Fahrrad fahren,…

Viel Spaß beim Beantworten!


Witches walk devious paths.

An Abundance of Katherines . Teil 5

an-abundance-23

Teil 5 von “An Abundance of Green-Books”

Wie soll das Kind denn heißen? Katherine!

Teil 5 von „An Abundance of Green-Books“, die Post Reihe über die John Green-Bücher die ich gelesen habe, und die, die ich noch nicht gelesen habe!

Es ist ein bisher nicht verfilmtes Buch, eine Geschichte über Katherines, aber nicht über John Greens Schwägerin, Namensgeber für diese Post-Reihe und ironischerweise eines der Zwei Bücher, die ich noch nicht gelesen habe! Und deshalb geht es heute um… An Abundance of Katherines.

Ich muss gestehen, dass ich den deutschen Titel erst noch googeln muss. Momentan tippe ich, ganz ohne Internet, im Zug und er mag mir einfach nicht einfallen. Auf Englisch hatte ich ihn aber schon häufig gehört. Sagt das was über den Erfolg des Buches? Weiß da jemand was? Das würde mich sehr interessieren. Den deutschen Titel füge ich, sobald ich es in W-LAN-Gefilde geschafft habe oder wieder in der Nähe meines LAN-Kabels bin, hier ein:

Die erste Liebe (nach 19 vergeblichen Versuchen)

An Abundance of Katherines ist eine Geschichte über Begegnungen und Beziehungen zu Menschen und Im Besonderen über romantische Beziehungen. Und diese Beziehungen von Hauptcharakter Colin heißen nebenbei alle Katherine. Im Rückblick auf diese, nicht wirklich zufällige, Namensgleichheit und durch die enthüllenden Umstände eines Roadtrips, erfahren wir im Laufe der Erzählung immer mehr über die Geschichte und das Leben unseres Protagonisten. Dabei erfahren wir einiges über seine Art des Denkens, über ein ‘mathematischen’ Theorem, das das Katherine-Phänomen erleuchten soll und werden mit ein-zwei unerwarteten Begegnungen konfrontiert.

Ich habe, außerhalb der John-Green-Fangemeinde nur seltenst von dem Buch gehört. Die, die es gelesen haben, waren aber alle der Meinung, dass es ein gutes Buch sei. Ganz bewusst der Konjunktiv hier, weil ich es eben noch nicht gelesen habe, aber sehr gespannt bin. John Green scheint Roadtrips zu mögen und sie sind als narratives Mittel durchaus sinnvoll. Weil sie die persönliche ‘Reise’ / Entwicklung der Charaktere physisch nachzeichnen und Raum für den Ablauf bieten, ohne zu viele äußere Eindrücke, die den Fortgang vereiteln könnten.

Ich glaube unsere Bücherei hat es und ich werde es mir mal ausleihen. Im selben Zug könnte ich dann „Let it snow“ ebenfalls mitnehmen, denn die Herbstzeit ist über uns hereingebrochen und ich bin mehr als glücklich darüber.

Wer hat das Buch gelesen? Und könnt ihr es empfehlen?

Und damit ist es auch schon wieder vorbei mit Teil 5 von „An Abundance of Green-Books“, die Post Reihe über die John Green-Bücher die ich gelesen habe, und die, die ich noch nicht gelesen habe! Ein Buch steht noch aus und dann kommen hoffentlich noch einige mehr 🙂

Titel: An Abundance of Katherines

Autor: John Green

Verlag: Puffin (1. Auflage: 2006)

Vom Verlag empfohlenes Lesealter: 12-16

Genre: Jugendbuch

Typ: Taschenbuch

Seitenzahl: 272

Preis: 6,99€

ISBN-10: 9780142410707

ISBN-13: 978-0142410707


Witches walk devious paths.

Paper Towns: Teil 4 von “An Abundance of Green-Books”

paper-towns-2

Teil 4 von „An Abundance of Green-Books“, die Post Reihe über die John Green-Bücher die ich gelesen habe, und die, die ich noch nicht gelesen habe!

Heute ist das Buch dran, das nach dem TFIOS – Hype (The Fault in our Stars / Das Schicksal ist ein mieser Verräter) das zweite Werk von John Green war, das es auf die Kinoleinwände geschafft hat: Paper Towns, auf Deutsch: Margos Spuren. Ich habe den Film mit meiner Mama im Kino gesehen und es ist das einzige Mal, an das ich mich erinnern kann, dass wir gemeinsam im Kino waren. Es war lustig. Der Film ist kein cineastisches Meisterwerk, ich glaube, dafür ist die Story nicht ausgelegt. Es geht viel eher um Zwischenmenschliche Beziehungen. Im Buch sind sie die Grundlage für das ganze Geschehen und generell der Grund für die großen Fragen, an die die Story sich wagt: Wie sehen wir uns selbst? Wie sehen wir andere? Und was kann passieren, wenn wir andere Menschen nur so limitiert wahrnehmen, wie sie uns im Alltag präsentiert werden?

Der Hauptcharakter ist Quentin und er ist der langweiligste Charakter, über dessen Persönlichkeit erzählt werden kann. Aber er ist ein wunderbarer Beobachter; nicht weil er besonders gut darin ist – im Gegenteil – sondern weil er in den Augen der anderen keine Gefahr darstellt. Sie sind in seiner Gegenwart besonders offen und fühlen sich wohl. Seine Freunde wissen das zu schätzen und Margo, seine Nachbarin, weiß es auszunutzen. Seine Gutmütigkeit und jugendlich-naive Weltbetrachtung sorgen jedoch dafür, dass er aus allem, was passiert, etwas Gutes ziehen kann.
Quentin wohnt schon seit er klein ist neben Margo. Und sie war ihm schon immer ein Mysterium, das nicht entschlüsseln konnte. Als Kinder waren sie gut befreundet, wie das oft ist, bei Nachbarskindern, doch bis hin zur High School driften sie immer weiter auseinander. Es ist keine beendete Freundschaft oder gegenseitiges Missfallen, sie haben bloß immer weniger miteinander gemacht und grüßen sich nun nicht einmal mehr, wenn sie sich auf den Gängen ihrer Schule begegnen. Dann steigt Margo eines Nachts durch Quentins Fenster in sein Zimmer und leiht ihn und sein Auto für eine Nacht voller Missionen. Am nächsten Morgen ist sie verschwunden und die Nachwirkungen ihres und seines Abenteuers sprechen deutliche Zeichen: Sie ist abgehauen. Quentin folgt den winzigen Spuren, die die unergründliche Margo ihm hinterlassen hat und macht sich, begleitet von seinen und ihren Freunden, auf die Suche.

Das Buch ist tiefgründig und manchmal schon fast zu nachdenklich für das Alter der Charaktere. Trotzdem macht es Spaß, auch wenn es sinnvoll sein könnte, es mehr als einmal zu lesen. Ich bin mir auch sicher, dass es eine dieser Geschichten ist, aus der man jedes Mal wieder etwas Neues ziehen kann, ganz abhängig davon, in welcher Lebensphase oder Situation man sich gerade selbst befindet. Die schönsten Ideen, die die Geschichte vorstellt, sind keine heroischen oder allgemeinen Weisheiten. Sie sind viel eher der Ansicht, dass Nachdenken nicht schadet und man manchmal Fehler macht, die nicht von vornherein Fehler sind – dass nicht alles, was aussieht wie ein Mysterium auch eines ist und dass manche von ihnen besser nicht entschlüsselt werden, bevor man selbst in der Aufgabe verloren geht.

Die Sprache ist nicht ganz so pretentiös, wie in The Fault in our Stars, und es ist sehr viel lustiger. Auch offensichtlich lustiger, wenn man den Humor mag. Wer actiongeladene Jugendbücher sucht, liest lieber etwas anderes, auch wenn ein Family-Van und eine nächtliche Kuh dem ganzen gerecht werden könnten, aber es ist vor allem ein Buch zum mitfühlen, denken und sich eine Meinung machen. Am Ende kann man sich tatsächlich fragen, was hätte ich gemacht, ohne sich vom Verhalten der Charaktere abhängig machen zu müssen. Das kann nun eine Schwachstelle oder eine der größten Stärken in der Erzählung sein, das ist abhängig vom Leser, doch es ist auf jeden Fall darauf zurückzuführen, dass man jeden Einzelnen von Quentins Freunden, und auch ihn selbst, als Menschen wahrnimmt und nicht als scharfgezeichnete Superhelden.

Definitiv zu empfehlen, wenn man gerne etwas nachdenkt und nicht nach einer Explosion nach der anderen dürstet. Dann kann fast nichts schiefgehen und man hat auch noch Spaß dabei. Und dann kann man natürlich noch den Film angucken.

Das war Teil 4 von „An Abundance of Green-Books“, der Post-Reihe über die John-Green-Bücher die ich gelesen, und die, die ich noch nicht gelesen habe 🙂

Titel: Margos Spuren / Paper Towns
Autor: John Green
Verlag: Speak (2009)
Vom Verlag empfohlenes Lesealter: 12-17
Genre: Jugendbuch
Typ: Taschenbuch
Preis: 5,99€
ISBN-10: 014241493X
ISBN-13: 978-0142414934


Witches walk devious paths.

Meine allererste Buchmesse

Jetzt ist es nicht mehr lange und nachdem ich schon einige Posts gesehen hab, dachte ich, dass ich auch mal mit dem philosophieren anfange.

Diese Jahr besuche ich die erste Buchmesse in meinem Leben: Die Frankfurter Buchmesse. Also bekomme ich als Debüt nicht nur eines der größten Events überhaupt, sondern mit Verlag und Bloggerakkreditierung auch noch die volle Woche. 

Die Buchmesse findet vom 19.10.2016 bis zum 23.10.2016 statt und ist für die meisten Besucher nur am Wochenende zugänglich. Ich dachte, dass ich, würde ich je auf die Buchmesse gehen können, zu dieser Gruppe dazugehören würde. Aber mehr als unerwartet darf ich schon früher da sein, mithelfen und mich von der Flut überschwemmen lassen.

Und ich befürchte tatsächlich das Schlimmste! Mindestens ein Bücherschock oder eine situationelle Lähmung durch die Masse an neuen, bunten und vielfältigen Büchern!

Ich kann es mir kaum vorstellen; so viele Bücher und buchliebende Menschen auf einem Haufen! Das wird eine Party. Ein Schlaraffenland. Eine magische Parallelwelt in der alle meine Träume wahr geworden sind…

Das Angebot ist riesig und ich werde vieles nicht sehen können und einiges vielleicht auch einfach übersehen. Aber ich bin nichtsdestotrotz unfassbar aufgeregt, denn wer weiß, wann mir das das nächste Mal passiert.

Na dann: Allons-y! Frankfurter Buchmesse ich komme!

Apropos! Hat jemand Empfehlungen? Was darf ich auf keinen Fall verpassen?

Und wer kommt von euch?

frankfurter-buchmesse

(Copyright Frankfurter Buchmesse)

 

 

 


Witches walk devious paths.

Teil 3 von An Abundance of Green-Books

will-und-will“Will Grayson, Will Grayson” – ein wichtiges Buch

Willkommen bei Teil 3 von An Abundance of Green-Books – der Post-Reihe über John Green-Bücher, die ich gelesen und die, die ich noch nicht gelesen habe!

Und damit zu “Will Grayson, Will Grayson”, einem Buch das wichtig und anders ist. John Green und David Levithan haben dieses Buch gemeinsam geschrieben und ein Musical in die Story hineingeschrieben, das ich wirklich gerne selbst einmal sehen möchte. Die Charaktere sind komplex und so grundsätzlich menschlich und dadurch nachvollziehbar, dass es an manchen Stellen fast unangenehm zu lesen ist. Es geht um Freundschaft, Cybermobbing, Lügen, Freunde verlieren, Freunde finden und darum, sich auch alleine hinaus in die Welt zu wagen.Will Grayson ist 17 und in Jane verliebt. Will Grayson ist 17 und schwul. Es handelt sich nicht um ein und dieselbe Person – was ein spannendes Buch für sich selbst wäre – sondern um Namensvettern. Wie sich herausstellt, gibt es den Namen “Will Grayson” erstaunlich oft. Und wie das so ist, mit Namensvettern, spielt die Sympathie, die man für jemanden hat, der denselben Namen trägt, eine große Rolle. Beide Wills könne mit ihrer Liebe nichtt richtig umgehen: Der eine kann sich nicht eingestehen, dass er für seine gute Freundin mehr empfindet und der andere weiß nicht, wie er mit der Liebe, die er als anders empfindet, umgehen soll. Und dann begegnen sie sich und es scheint ein böser Scherz zu sein, der angesichts der seltsamen Situation, in der sie sich treffen, sehr bitter schmeckt. Als sich dann herausstellt, dass ihr Treffen ein Zufall war, hat der erste Eindruck schon alles zynisch eingefärbt.

Ich glaube “Will und Will”, wie es auf Deutsch heißt, war das erste Buch, das ich gelesen habe, bei dem ich die seltene, aber bemühte Repräsentation von queeren Charakteren in der Jugendliteratur bewusst wahrgenommen habe. Es war eine der ersten Debatten über die Repräsentation von gesellschaftlichen Minderheiten, die ich zu der Zeit mitbekam und bin dadurch über das Buch gestolpert.

Ich wusste lange Zeit nicht, wie ich die Geschichte finde. Es hat einige narrative Schwächen und viele gefühlte Unstimmigkeiten können bestimmt darauf zurück geführt werden, dass zwei Autoren daran geschrieben haben. Aber es ist ein thematisch wichtiges Buch, vor allem, wenn es um Freundschaft und Vertrauen geht. Es ist einfach sich online zu anonymisieren und einem Freund etwas vorzuspielen. Das heißt aber nicht, dass das eine gute Idee ist. Wenn man dann noch versucht etwas über den anderen herauszufinden, kann viel zu Bruch gehen und sich ein Verhältnis für immer ändern. Freundschaften sind grundsolide, aber fragil, wenn sie an der Substanz angegriffen werden.

Was ich aus dem Buch mitgenommen habe, ist ein Verständnis für Neugier, und Grenzen, die trotzdem nicht überschritten werden dürfen, dass alle Personen erst einmal Menschen sind und man sich manchmal von Gefühlen zu dummen Dingen verleiten lässt. Nichts davon entschuldigt sich schnell und für immer, aber die Geschichte zeigt, dass es oft am schwersten ist, sich überhaupt zu entschuldigen.

Das Buch ist sehr unterhaltsam und mitreißend, hat seine Hoch- und Tiefpunkte und regt zum Nachdenken an. Es ist manchmal etwas holprig, aber das gibt sich meistens sehr schnell, sobald man weiter liest. Und schlussendlich gewöhnt man sich auch ein bisschen daran. Das Buch ist wichtig, weil es nicht viele dieser Art gibt, die nicht automatisch in die Kategorie Schullektüre gepackt und undankbar abgehakt werden. Dafür ist es in seiner Klischeehaftigkeit zu ungewöhnlich und unbemüht: Es will nicht belehren und es will Klischees nicht zwanghaft umgehen und das macht Spaß. Und dann ist es auch ein kleines bisschen abstrus und davon kann man nie genug haben 🙂

Dann bis zum nächsten Mal und bis zu Teil 4 von An Abundance of Green-Books, der Reihe über die John Green-Bücher, die ich gelesen und die, die ich noch nicht gelesen habe😀

Titel: Will Grayson, Will Grayson

Autoren: David Levithan, John Green

Typ: Taschenbuch

Inhalt: Jugendroman

Vom Verlag empfohlenes Lesealter: 12-17 Jahre

Seiten: 352

Verlag: Penguin (2012)

ISBN-10: 0141346116

ISBN-13: 978-0141346113


Witches walk devious paths.

 

Teil 2 of An abundance of Green-Books

https://images-na.ssl-images-amazon.com/images/I/81pQoNpy7JL.jpg

“Let it snow” Noch nicht gelesen, empfehlenswert?

Willkommen bei Teil 2 An Abundance of Green-Books – der Post-Reihe in der ich über die Bücher von John Green schreibe! Die, die ich gelesen und die die ich noch nicht gelesen habe.

Eines seiner Bücher, das ich noch nicht gelesen habe, ist “Let it snow”. Zusammen mit Maureen Johnson und Lauren Myracle hat John Green in diesem Buch drei Kurzgeschichten zusammengestellt. Wie der Titel ahnen lässt, dreht sich alles um den Winter, Schnee, die Weihnachtsfeiertage und die besonderen Beziehungen zu Menschen, die sich zu dieser Zeit des Jahres entwickeln können und über alte Bekanntschaften, über die man manchmal ganz unverhofft stolpert.

So wie ich diese drei Autoren kenne, haben sie wahrscheinlich einen kleinen sprachlichen Lesegenuss – passend für diese magische Zeit des Jahres – aus ihren Fingern fließen lassen. Und ich bin wirklich gespannt und aufgeregt, weil ich fest vorhabe ihre Geschichten diesen Winter zu lesen. Mir gefällt die Idee, dass es sich dabei tatsächlich um drei unabhängige kleine Werke handelt, obwohl mittlerweile nur noch selten Bücher verlegt werden, die Sammlungen und keine abgeschlossenen Eine-Story Werke sind. Ganz ungerechtfertigt! Man kann sie wunderbar verschenken: Anders als bei einem Buch, das jemandem gefallen oder nicht gefallen kann, hat eine Sammlung immer noch die Option, dass man noch etwas darin findet, was dem Beschenkten Freude und Spaß macht – selbst wenn nicht alles seinem Geschmack entsprechen sollte. Und sie sind schöne Beschäftigungen für zwischen drin oder am Abend, wenn man gerne noch etwas lesen, es aber nicht unabgeschlossen stehen lassen möchte. Das Buch hat eine Altersempfehlung von 12-15 Jahren, aber das hat mich bis jetzt noch die davon abgehalten ein Buch zu lesen und zu mögen. Bin nur ich es, oder sind Kinder- und Jugendbücher sehr häufig besser und gewissenhafter lektoriert?

Das beschließt meine Überlegungen und Hoffnungen für “Let it snow”! Wer hat es gelesen und was könnt ihr dazu sagen? Hat es euch gefallen, würdet ihr es weiterempfehlen?

Dann bis zum nächsten Mal und bis zu Teil 3 von An Abundance of Green-Books, der Reihe über die John Green-Bücher, die ich gelesen und die, die ich noch nicht gelesen haben 😀

Titel: Let it snow

Autoren: Maureen Johnson, John Green, Lauren Myracle

Typ: Taschenbuch

Inhalt: Kurzgeschichten zu und über die Weihnachtsfeiertage

Vom Verlag empfohlenes Lesealter: 12-15 Jahre

Seiten: 368

Verlag: Speak (2008)

ISBN-10: 0142412147

ISBN-13: 978-0142412145

 


Witches walk devious paths.

An abundance of Green-Books

Teil 1: The Fault in our Stars / Das Schicksal ist ein mieser Verräter

Sie stehen in fast jedem Zimmer und auf fast jedem Buchregal der, vorwiegend weiblichen und jugendlichen, Fangemeinde John Greens. Und kaum ein Buch wurde so sehr verehrt und diskutiert, angehimmelt und auseinandergenommen, wie The Fault in our Stars bzw. Das Schicksal ist ein mieser Verräter.

the fault in our starsMan kann es niemandem wirklich verübeln, denn die angesprochenen Themen sind nicht gerade die einfachsten und ungefährlichsten. Krebs und Tod in einem Jugendbuch verbunden mit den Abenteuern des Aufwachsens, der ersten Liebe und der Ungewissheit, ob irgendeiner es überhaupt bis zum legal-drinking-age schafft, sind schwere Steine in jeder Erzählung. John Green hätte viel falsch machen können und hat es geschafft, den Krebs nicht in der Vordergrund zu rücken. Das Problem mit dieser Meinung und Aussage ist, dass sie grundsätzlich subjektiv ist. Viele Leser waren der Meinung, dass die, oft tödlichen, Erkrankungen romantisiert wurden und Krebs verherrlichen würden. Ich persönlich kann mir nur schwer ein Buch vorstellen, dass deutlicher aufzeigt, wie limitierend, einschränkend und (pardon) beschissen eine solche akute Krankheit tatsächlich ist, ohne explizit in jedem zweiten Satz zu erwähnen, dass Krebs nicht romantisch und keine schöne Erfahrung ist. Das Buch zeigt, dass neben dem Schicksal, mit dem die Protagonisten umgehen müssen, der Rest des Lebens nicht immer ganz verloren gehen muss, aber trortzdem massiv davon beeinflusst wird. Es ist ein Taschentuch-Buch, weil wenig geschönt wird. Es ist von Zeit zu Zeit sprachlich hochgestochen, was ich in den meisten Dialogen genossen habe, weil es eine fiktionale Geschichte ist und die Fiktion der Intelligenz, die die Charaktere sprachlich darstellen, etwas ist, das zwar nicht wirklich real, aber schön vorzustellen ist. Nur an wenigen Stellen, war das Klischee ein bisschen zu bedient und nicht mehr glaubwürdig.

Ich bin mir nicht sicher, wie ich zu dem Buch stehe. Ich habe starke Meinungen, durfte aber auch viel von den Diskussionen über das Buch mitbekommen. Es ist ein Thema, über das ich bis jetzt noch nicht viel gelesen habe. Es ist nicht einfach sich daran zu wagen und man hätte es vielleicht auch besser machen können. Ich vermute aber, dass es egal wäre, wie die Geschichte um Hazel und August dargestellt würde, es fände sich immer jemand, der ein Problem damit hätte und sich persönlich angegriffen fühlen würde.

Grundsätzlich finde ich es empfehlenswert und in der heutigen non-Fantasy Jugendbuch Landschaft eine Abwechslung, was die Thematik betrifft.

Wie steht ihr zu dem Buch? Habt ihr es gelesen? Was ist eure Meinung zu der Umsetzung und würdet ihr es weiterempfehlen?

Ich bin gespannt auf eure Antworten!


Witches walk devious paths.

Lucian-Rezension

lucian

Vom Arena-Verlag-Lucian

von Isabel Abedi

Lucian ist eines meiner Lieblingsbücher. Ich habe es mindestens schon drei Mal gelesen und die Damen in der Bücherei werden bestimmt bald nicht mehr fragen, ob ich es wirklich noch einmal ausleihen möchte. Das Buch ist nicht mehr das jüngste, die erste Auflage erschien schon in 2009, aber es ist ziemlich zeitlos. Ich bin durch Zufall darauf gestoßen und habe es wegen des Covers und dem Klappentext mitgenommen. Da sieht man mal wieder, wie einfach wir zu beeinflussen sind. Aber es stimmt doch, bis zu einem gewissen Grad, dass man ein Buch nach seinem Cover bewerten kann (nicht dass ich nicht auch schon enttäuscht worden wäre…).

Als ich Lucian das erste Mal gelesen habe, war ich begeistert – bin ich heute noch – aber es war vor allem die ungewöhnliche Geschichte und die Art, wie die Fantasy-Elemente eingebaut wurden. Es war anders und das hat mich gefreut, weil es zu der Zeit fast nur Drachen- und Vampir-Romane gab, die sich alle ein bisschen ähnelten.

Rebecca lebt ein Teenager-Leben, wie man es sich träumt. Sie hat ihre eigenen Meinungen, ist aber reflektiert und trifft keine voreiligen Schlüsse. Trotzdem ist sie spontan und ein kleines bisschen verrückt, gerade so viel, dass es sie sehr sympathisch macht. Sie hat ihre erste Beziehung beendet, oder ist die meiste Zeit der Meinung, dass sie sie beendet hat, aber wie das so oft ist, ist das nicht so richtig eindeutig. Sie lebt mit ihrer Mutter und deren Freundin harmonisch zusammen, hat eine beste Freundin und das kleine bisschen Beziehnugsdrama, weil ihr Ex-Freund sie immer noch liebt. Ihr Vater lebt mit seiner Gefährtin in Amerika – normalerweise ab vom Schuss für regelmäßigen Austausch – aber auch das bekommen irgendwie hin. In all dieser Normalität hat Rebecca eines Abends das Gefühl, als würde etwas in ihr zerreißen und es ist ziemlich schnell vorbei mit der Idylle.

Das Schöne ist, dass die Widrigkeiten nicht von dort kommen, wo man ihren Ursprung vermuten würde. Der geheimnisvolle Fremde ist tatsächlich ein geheimnisvoller Fremde – im wahrsten Sinne des Wortes – und wird zu einem besonders interessanten Teil des Romans. Er kann nicht gleich zu Beginn in eine Love-interest-Schublade gesteckt werden und das ist, neben der allgemeinen Unvorhersehbarkeit der Geschichte, mit das Beste an diesem Buch.

Es hat ein-zwei Stellen, durch die man sich ein bisschen durchkämpft, weil man die ruhigeren Passagen gerne überspringen möchte, es ist jedoch zu keinem Zeitpunkt langweilig oder vorhersehbar. Und wenn es doch einmal so sein sollte, dann nur in sehr kleinen Bereichen, die sich kaum auf den Gesamteindruck auswirken. Rebeccas Universum ist klein und kann sehr schnell überblickt werden. Dafür bekommt alles, was in ihm stattfindet, einen besonderen Wert. Manchmal wird dort zwar ein bisschen relativiert, aber es ist, nach dem zweiten Lesen, nicht mehr hundertprozentig realistisch. Trotz, oder gerade wegen der ungewöhnlichen Ereignisse in ihrem Leben, bleibt es so idealisiert, wie es zu Beginn bereits ist. Das Abenteuer gehört dazu und man verbringt das ganze Buch in dem Glauben, dass es erfolgreich überstanden wird (no Spoilers).

Ich empfehle es wärmstens! Und den Ausdruck benutze ich normalerweise nicht. Aber es ist ein Buch, das Erwartungen aufkommen lässt und sie nur wenige Augenblicke später zerschlägt, weil die Dinge nicht so passieren und die Grundidee eine andere ist, als bei den Büchern, die man sonst gerne gelesen hat. Man darf sich in Träumereien verlieren, die Rebecca als Hauptcharakter in ein besonderes Licht rücken, ohne all die üblichen Klischees zu bedienen. Und es ist von vornherein genug normales Leben beschrieben, um das Geschehen und seine Auswirkungen als Leser nachvollziehen zu können.

Das Buch habe ich aus der Bücherei ausgeliehen. Sie haben es dort als Hardcover-Ausgabe, die langsam auseinanderfällt, sich in den vielen Leserhänden aber sehr gut gehalten hat. Lediglich der Buchrücken war schon immer provisorisch und zur Verstärkung geklebt. Für die Tasche ist es fast ein bisschen groß und dick, kommt darauf an, was man sonst noch mitnehemen möchte.

Material: 9 aus 10

Gestaltung: 8 aus 10

Preis-Leistung: 10 aus 10

Inhalt: 8,9 aus 10

Gesamtnote: 9 aus 10

Titel: Lucian

Autor: Isabel Abedi

Typ: Hardcover

Seiten: 480

Verlag: Arena, 2009

Vom Verlag empfohlenes Alter: 12 und älter

Sprache: Deutsch

Preis: Hardcover – 18,99€ / Taschenbuch – 9,99€ / umsonst in der Bücherei 🙂

ISBN-10: 3401062034

ISBN-13: 978-3401062037


Witches walk devious paths.